Zweitmeinung hilft Leben zu retten

Zweitmeinung: Doppelt heilt besser

„Je komplizierter die Erkrankung, desto wichtiger ist eine Zweitmeinung“! Dass die eigene Diagnose oder Therapieempfehlung dabei völlig auf den Kopf gestellt werden kann, müsse ein guter Arzt verkraften können.

Vor allem Patienten, bei denen eine lebensbedrohliche Erkrankung diagnostiziert wird, holen sich häufig die Meinung eines zweiten Arztes ein. Verständlich, denn einen Fehler in der Behandlungsstrategie könnten sie schlimmstenfalls mit dem Leben bezahlen. Zudem führt mangelnde Zeit für Aufklärung häufig zu Missverständnissen hinsichtlich Nutzen und Risiko einer Therapie. Diese betrifft v.a. Strahlen- und Chemotherapie nach Operationen - sogenannten adjuvanten Therapien. Hier wird häufig erheblich "übertherapiert" ohne dass dem Betroffenen das beweist ist.

Aktuelle Studien belegen dass bei nahezu 40 Prozent der Patienten der behandelnde Arzt und ein weiterer Krebsexperte unterschiedliche Therapiepläne aufgestellt haben. Bei jedem vierten Patienten konnte dabei die Medikamentendosis verringert oder Therapie überhaupt in Frage gestellt werden.